JM-Max

In dem Buch „Trüffeln, die heimischen Exoten“ (AT-Verlag) von Jean-Marie Dumaine und Dr. Nikolai Wojtko, schreibt Dr. Rengenier Rittersma in einer aussagekräftigen Kolumne über die eigenartige Geschichte der Trüffel in Deutschland.

Mit freundlicher Erlaubnis von Jean-Marie, übrigens Präsident des Ahrtrüffel e.V. in Sinzig, lesen Sie im Folgenden den geschichtlichen Abschnitt des Buches, der einen umfassenden Eindruck über den Umgang mit dem schwarzen Gold in Deutschland innerhalb der vergangenen Jahrhunderte vermittelt.

Foto: Jean-Marie Dumaine mit Trüffelhund Max († 2014).
Leider hat Max nicht mehr erlebt, wie 2015 die erste Trüffel von der Plantage in Sinzig geerntet wurde.

Die verspätete Trüffelnation

Zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Trüffel in Deutschland

Es gibt ihn, den Trüffeläquator. Er teilt den europäischen Kontinent in zwei Hälften. Oberhalb dieser Grenze liegt Deutschland, das sich seit Hildegard von Bingen bis heute durch seinen sonderbaren Umgang mit Trüffeln auszeichnet. Bis in die Neuzeit verdächtigte man hierzulande Trüffeln, Missgeburten und anderes Unheil zu verursachen. Noch heute ist Deutschland das einzige Land in Europa, in dem ein allgemeines Trüffelsuchverbot gilt.
Die Reise in die Trüffelgeschichte dreht sich allerdings nicht nur um Tod und Verbot. Die deutsche Trüffelnation hat auch viel Kurioses und Wissenswertes zu bieten: Eine Wieder-Entdeckungsreise …